Kontakte und Links

Es ist nie zu spät, um zu helfen und kein Beitrag ist zu klein. Wer also noch nach einer Möglichkeit sucht, mit Flüchtlingen in Kontakt zu kommen und ihnen zu helfen, der sollte sich diese beiden Einträge durchlesen:

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

gerne informiere ich Sie heute über unser neues Angebot des Helfer-Cafés
für Aktive und Neueinsteiger in der Flüchtlingshilfe.
Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat bieten wir von 18.30 bis 20.00 Uhr
einen offenen Treffpunkt im Schröder-Haus für Austausch, Vernetzung und
aktuelle Informationen.
Ich bitte Sie, dieses Angebot in Ihren Kreisen durch Weitergabe zu
unterstützen.
Selbstverständlich sind auch Sie herzlich willkommen!

Helfer-Cafe

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Gerne möchten wir Sie auf unseren Offenen Treff in der Gemeinschaftsunterkunft aufmerksam machen. Dieses Angebot richtet sich an die Menschen – Kinder wie Erwachsene, die derzeit in den Notunterkünften auf dem Gelände untergebracht sind, natürlich sind auch Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft herzlich willkommen.  
Um den offenen Treff anzubieten sind wir auf die Unterstützung möglichst vieler Ehrenamtlicher angewiesen. Gut wäre, wenn sich pro „Schicht“ mindestens drei Personen finden würden.
Es geht hier um ein gemütliches Beisammensein, Kontakte knüpfen, Gesellschaftsspiele, Bastelangebote, deutsch üben etc.

Anbei der doodle – link:

http://doodle.com/poll/p8nd8tka72euwzam

Wir freuen uns auf Sie!

 

Faktencheck

Momentan kommen viele Rattenfänger aus ihren Löchern und scharen mit dumpfen Parolen gutgläubiges Volk um sich. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, Flüchtlinge mit erfundenen Geschichten zu diffamieren. Die beiden folgenden Seiten setzten sich mit der Suche nach Wahrheit und Lüge auseinander. Aus einem Anschreiben eines Zeitungskollegen:

Der Mediendienst Integration ist ständig bemüht, Falschmeldungen zu enttarnen und ist für Hinweise dankbar, um verdächtige Meldungen nachprüfen zu können. Wer also wissen will, ob Nachrichten stimmen, die zu diesem aktuellen Themenfeld umlaufen, dem empfehle ich diese Einrichtung. Sie liefert auch sonst noch eine Menge Informationen zu diesem Themenfeld. Seht selbst:
www.mediendienst-integration.de

Dringend lege ich Euch auch das aktuelle Glossar der Neuen Deutschen Medienmacher ans Herz. Es ist aufschlussreich und wird schon stark genutzt. Titel: „Formulierungen für die Berichterstattung im Einwanderungsland“. Das Glossar gibt es auch als gedruckte Broschüre, die bestellt werden kann. Die „Neuen Deutschen Medienmacher“ setzen sich zudem für kulturelle Vielfalt im Journalismus ein. Da geht es um unterschiedliche sprachliche und kulturelle Kompetenzen. Das betrifft auch Redaktionstische und Führungsetagen … Wer journalistisch korrekt mit Menschen aus anderen Kulturen umgehen möchte, dem empfehle ich folglich samt Glossar:
www.neuemedienmacher.de

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Zwischen Öffentlichkeitsarbeit und Fingerspitzengefühl

Man hat ja manchmal so seinen Ärger mit den Sportverbänden. Als wir beispielsweise vor gut einem Jahr beim Bayerischen Fußballverband (BFV) anfragten, ob man uns bei unserem Integrationsprojekt finanziell unter die Arme greifen könnte, stießen wir auf taube Ohren. Nun, wo das Thema in aller Munde ist und öffentlichkeitswirksam gehandelt werden soll, bekamen wir als einer von vielen Vereinen, die Flüchtlinge aufnehmen, 500 Euro von der Egidius-Braun-Stiftung (ehemaliger Präsident des Deutschen Fußball Bunds DFB) zur Verfügung gestellt. Hinzu kommen nun fünf paar Fußballschuhe, die der BFV „unseren“ Asylbewerbern spendet.

18.10.15 BFV Spende

Natürlich möchte ich nicht undankbar erscheinen, aber es bleibt eben ein „Geschmäckle“, wenn man dann hilft, wenn die ganze Welt hinsieht, andererseits aber Fingerspitzengefühl vermissen lässt, wenn es um bürokratische Hürden geht. So kann man hier beispielsweise nachlesen, warum ein minderjähriger somalischer Flüchtling nicht für den FC Würzburger Kickers in der Jugend spielen darf, obwohl er sich dort wohl fühlt:

Fides – Er will doch nur spielen!

Hinzu kommen die nervigen Passanträge für Ausländer, bei denen man etwa zwei Monate auf die Genehmigung warten muss, denn bei ausländischen Spielern wird immer der Heimatverband angeschrieben, ob bereits ein Spielerpass vorliegt. Doppeltes Spielrecht wäre nämlich nicht erlaubt. Ob bei den derzeitigen Flüchtlingen in Damaskus, Kabul oder Bagdad irgendjemand die Post des DFB ernst nimmt – wenn sie denn überhaupt ankommt – darf bezweifelt werden. Davon abgesehen: Warum spielt es im Amateurbereich überhaupt eine Rolle, ob ein Spieler beispielsweise in Syrien und in Deutschland spielberechtigt ist? Würde er sich zwischen den Partien etwa hin- und herfliegen lassen?

Auf ein weiteres Hindernis sind wir nun mit einem 18-jährigen Ghanaer, ebenfalls Flüchtling, gestoßen. Um die A-Jugend-Mannschaften in Bayern zu stärken, wurden die Einsatzmöglichkeiten der Jugendlichen im Herrenbereich beschränkt. An sich nachvollziehbar. Bei fehlendem Fingerspitzengefühl führt das aber dazu, dass ein 18-jähriger Flüchtling, der sich bei uns wohlfühlt, dreimal in der Woche beim Training ist und sich die Spiele ansieht, nicht für uns spielen darf. Denn: Wir haben keine A-Jugend – und in dem Fall darf kein Spieler für uns auflaufen, der vom Alter her für eine A-Jugend spielen könnte. Eine Bitte um eine Ausnahmegenehmigung mit dem Verweis auf die besonderen Umstände wurde vom BFV abgelehnt. Bleibt zu hoffen, dass auch solche Details und überflüssigen Hürden irgendwann im öffentlichen Diskurs ankommen – und die Verbände ihre Fahne dann wieder in den Wind hängen.