Die Feder ist mächtiger als das Schwert

Der Kontakt mit den Asylbewerbern ist für mich persönlich sehr wertvoll, weil ich dazu lerne und diese Menschen nun viel besser verstehen kann. Das Betrübliche daran ist, dass immer wieder deutlich wird, dass die Deutschen mit den größten Vorurteilen gegen die Ausländer oft auch die sind, die am wenigsten über sie, über ihre Ängste, Sorgen und Nöte wissen. Wie so oft ist es die Bildung, die Abhilfe schaffen könnte – wenn man ihr denn eine Chance gibt. Dabei kommt es auch nicht darauf an, ob alle Asylbewerber gute, vorbildliche Menschen sind. Es geht darum, dass die meisten von ihnen einen guten Grund haben, uns um Hilfe zu ersuchen – und das wir es genauso tun würden, wenn wir in ihrer Situation wären. Im Sinne der Aufklärung sammelt dieser Eintrag Informationen und stellt sie zur Verfügung, denn nur wer sich ausgiebig mit dem Thema beschäftigt, sollte sich auch eine Meinung dazu bilden.

Als erstes eine schöne Übersicht aus der Süddeutschen Zeitung, die die Befürchtungen der Deutschen den Fakten gegenüberstellt.

http://www.sueddeutsche.de/politik/faktencheck-zur-einwanderung-zahlen-gegen-vorurteile-1.2240831-2

Auch diese Übersicht von tagesschau.de liefert Zahlen und setzt diese den leider oft fehlgeleiteten Emotionen gegenüber.

http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-229.html

Experten, die sich mit dem Thema befassen, veröffentlichten eine Statistik mit Übergriffen auf Flüchtlingsunterkünften im Jahr 2014 und sprachen von einem „erschreckend hohen Maß an flüchtlingsfeindlicher Hetze und Gewalt“. Es ist absurd, dass die Ärmsten einer Gesellschaft als Zielscheibe herhalten müssen, während die Mehrheit der Bevölkerung erfolgreich darüber getäuscht wird, wem sie eventuelle Ungerechtigkeiten eigentlich zu verdanken haben.

http://www.tagesschau.de/inland/fluechtlinge-233.html

Passend dazu: Wenn allein Steuern ehrlich und gerecht gezahlt würden, könnte man Millionen Flüchtlinge in Europa problemlos finanzieren:

https://www.youtube.com/watch?v=_Am0OHuVMBM

Noch ist vieles improvisiert, aber es gibt Grund zur Hoffnung, dass die Hilfe für Flüchtlinge in Würzburg irgendwann in geregelten Bahnen läuft und nicht nur vom Eigenengagement der Ehrenamtlichen abhängt. Ein erster Schritt ist die Einrichtung einer Anlaufstelle für Flüchtlingshelfer.

https://www.mainpost.de/regional/wuerzburg/Hilfe-fuer-die-Fluechtlingshelfer;art492151,8480171

Gerade Kinder, die schwächsten Glieder unserer Gesellschaft, haben fast überall in der Welt unter Ungerechtigkeiten zu leiden. Das Problem auch in den reichen Ländern ist, dass in erster Linie die Interessen der Eltern zählen und nicht das Wohl des Kindes. Dass Kinder in Deutschland immer früher depressiv werden oder gestresst sind, ist eine beängstigende Entwicklung, die sie sich nicht selbst aussuchen. Hinzu kommen körperliche und seelische Misshandlungen. Wie ist es dann erst um Kinder bestellt, die inmitten von Krieg und Terror aufwachsen müssen?

http://www.tagesschau.de/ausland/un-kinderrechtskonvention-101.html

Noch immer stellt die Sklaverei weltweit ein großes Problem da. Oft landen Menschen in solchen Abhängigkeitsverhältnissen, weil sie keinen anderen Ausweg sehen als diesen Strohhalm zu ergreifen. Kann man es ihnen verdenken, wenn sie versuchen zu fliehen? Noch bedenklicher ist aber ohnehin, dass Deutsche – bewusst oder unbewusst – direkt zu diesem Problem beitragen, wenn es beispielsweise um die Zwangsprostitution geht.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/sklaven-und-sklaverei-leibeigene-in-thailand-schuften-auf-schiffen-a-1004933.html

Und zum Abschluss noch zwei Quellen von der Süddeutschen Zeitung:

http://www.sueddeutsche.de/politik/debatte-ueber-fluechtlinge-die-maer-vom-grossen-missbrauch-1.2325553

http://www.sueddeutsche.de/thema/360%C2%B0_Europas_Fl%C3%BCchtlingsdrama

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